Chancen nutzen

Tobias Uske CDU, Gebietsreform, Infrastruktur

Suhl. Um sich im Wettbewerb der Regionen von der Perlenkette entlang der A4 absetzen zu können, muss Südthüringen besser zusammenarbeiten. Ein Element dieser Zusammenarbeit ist das Integrierte Regionale Entwicklungskonzept (IREK). Erstmals arbeiten alle Landkreise – vom Wartburgkreis bis nach Sonneberg – zusammen. Es geht darum, Fachkräfte und potenzielle Neu-Südthüringer in die Region zu locken. Mit besseren Informationen. Denn im Zeitalter von Internet und neuen Medien sind Informationen bares Geld wert. Je besser aufbereitet, je dichter Relevantes, je einfacher der Zugriff – desto höher wird die Wahrscheinlichkeit, dass Interessierte sie nutzen und sich bestenfalls für einen Job in Südthüringen entscheiden – und dann hierher ziehen.

Das IREK wird durch das Wirtschaftsministerium gefördert und unter der Federführung des Forums Thüringer Wald e.V.  mit Leben gefüllt. Mit dem Wissen und dem Know-how der IHK Südthüringen und der HWK werden wirtschaftliche Analysen gefertigt, Stärken und Schwächen untersucht, aber natürlich auch neue Ideen herausgearbeitet. Das Konzept des IREK ist zwar nicht neu, die Ansätze nicht revolutionär. Es ist jedoch ein richtiger Ansatz – und es wird vollständig finanziert. Für Suhl hält es enormes Potenzial bereit und es fällt dem städtischen Haushalt nicht zur Last.

Das IREK kann darüber hinaus als Keimzelle verstanden werden. Es ist ein weiteres Teil im großen Puzzle des gerade entstehenden Oberzentrums. Es kann genutzt werden, um hier Synergien zu schaffen. Wer zusammenarbeitet, kennt die Strukturen und weiß, wie man funktionierende Systeme verbessert und noch Brachliegendes in erfolgversprechende Projekte verwandelt. Mit dem IREK kann die gesamte Region Südthüringen gestärkt werden.

Ob man dies sprachlich „Südthüringen“ oder den „Thüringer Süden“ nennt, ist dabei nicht wichtig. Was zählt, ist die Idee. Was zählt, ist der Aufbruch zu dieser Zusammenarbeit. Umso unverständlicher ist es, dass die Fraktion der Freien Wähler im Suhler Stadtrat dieses Konzept politisch bekämpft – mittels zeitraubender dritter Verweisung in einen Ausschuss.

„Wir als Union möchten alle Möglichkeiten nutzen, unsere Stadt Suhl nach vorne zu bringen. Das IREK ist eine solche Möglichkeit“, so Tobias Uske, Fraktionsvize der CDU im Suhler Stadtrat. Man wolle endlich weg vom Klein-Klein, weg von Wortklauberei und dem Geist des Gegeneinanders. Als CDU sei man stolz auf das Potenzial unserer Stadt. Und man bringe mit Freude Ideen, wirtschaftliche Stärke und die Strahlkraft der Suhler Infrastruktur in die Zusammenarbeit mit den Landkreisen Eisenach, Schmalkalden-Meiningen, Hildburghausen und Sonneberg ein. „Suhl darf nicht wieder in die Isolation der letzten 12 Jahre verfallen. Gerade die aktuelle Debatte um Busverbindungen nach Zella-Mehlis zeigt, wie wichtig die überregionale Zusammenarbeit ist“, so Uske. Deswegen werde sich die CDU weiter vehement für das IREK einsetzen und es dem Oberbürgermeister ermöglichen, dem Projekt ohne weiteren Zeitverzug doch noch beizutreten.