Herr Turczynski: sichern Sie die ImPULS-Schule in Schmiedefeld!

Tobias Uske Bildung, CDU, Kinder und Jugend, Kommunales

Suhl. Wie geht es weiter mit der ImPULS-Schule? Zu dieser Anfrage von Eltern aus Schmiedefeld entbrannte eine intensive Debatte im April-Stadtrat der Stadt Suhl. Aktueller Stand ist, dass die Schmiedefelder Vorschulkinder des Jahres 2022 für das Schuljahr 2022/2023 an der in die Jahre gekommenen Grundschule in Stützerbach eingeschult werden. Auch für die Zukunft sieht Bürgermeister Turczynski die Grundschüler nicht in Schmiedefeld sondern im Ilmkreis oder im Innenstadtbereich von Suhl beschult. 

Dies ist den aktuellen Bedingungen geschuldet, fehlt es doch an einem funktionierenden Grundschulteil an der ImPULS-Schule und an Lehrern, die vom Schulamt zugewiesen werden müssten. Aber gerade die Etablierung einer funktionierenden und zukunftsfähigen Schule mit Grund- und Regelschülern war und ist der formulierte Wille des Suhler Stadtrates. Dieser Wille wurzelt in dem Gedanken, dass eine lebendige Schule der Kern und die Quelle für einen lebendigen Ortsteil mit Anziehungs- und Bindungskraft ist. 

Mit Blick auf die von Thüringen gesetzten Mindestschülerzahlen für Schulen auf dem Land wurde im neuen Suhler Schulnetzplan die Kooperation mit der Jenaplanschule festgeschrieben. So können Lehrer zwischen den Schulteilen wechseln, den Unterricht damit gewährleisten und den Kindern so eine wohnortnahe Beschulung sichern. Gleichzeitig erhöhen die Grundschüler die Belegungszahlen und damit die Wahrscheinlichkeit zum Erhalt der Schule in Schmiedefeld. 

Jetzt gilt es, diese Kooperation mit Leben zu füllen und die Voraussetzungen zur Schaffung eines Grundschulteils zu prüfen. Die Eltern aus Schmiedefeld verlagen daher – zu Recht – Informationen über die aktuellen Schülerzahlen, Pläne zur Ertüchtigung des Grundschulteils der ImPULS-Schule und Fahrpläne zur künftigen Beschulung. 

Zwar fehlt es derzeit noch an der ministeriellen Durchführungsverordnung – diese wäre Voraussetzung zur Umsetzung der Kooperation. Dennoch: Bürgermeister Turczynski hat die Ressourcen und die Verantwortung, den Eltern als auch den anderen Suhler Bürgern Zahlen, Fakten und Pläne vorzulegen. Dies bitte schriftlich, bat auch die CDU im Stadtrat  nur so ist eine Vorbereitung möglich. Ein gegenseitiges Zuschieben der Verantwortung zwischen Bürgermeister Turczynski und dem Ministerium mündet nur im Nichtstun.

Sylvia Luck formuliert klar: “Nichtstun wäre das Ende der ImPULS-Schule durch zielgerichtete Verschleppung. Mehr Kinder in Schmiedefeld und Zuzug auch aus der Ukraine bedeuten einen höheren Bedarf für die Beschulung der Grundschüler direkt in Schmiedefeld. Herr Turczynski, helfen Sie aktiv mit, die ImPULS-Schule zu sichern! Gern auch mit der Unterstützung des Ortsteilbürgermeisters Pulvers, Elternvertreter oder Stadträten.”