Mehr Infos zu Bauprojekten und deren Kosten

Lars Jähne blog.cdu-suhl

Suhl. Verzögerungen, Probleme, höhere Kosten. Das ist der beständige Dreiklang, der bei allen derzeitigen Bauprojekten der Stadt seitens der Verwaltung ertönt. Bauschäden an der neuen Feuerwehrwache in Goldlauter, Baustopp und Verzögerung bei den Arbeiten in der Wolfsgrube oder Kostensteigerungen in Millionenhöhe seit 2013 beim ehemaligen Kulturhaus – von einer straff geführten und koordinierten Betreuung wichtiger Bauprojekte seitens der Stadt Suhl kann keine Rede sein. Und die Verantwortung hierfür liegt eindeutig bei OB Triebel.

 

Selbst die Abgeordneten der Stadtratsfraktionen als Vertreter der Bürgerinnen und Bürger werden in den zuständigen Fachausschüssen durch die Stadtverwaltung oft nur unvollständig und nicht selten via Tischvorlage über Probleme und höhere Kosten informiert.  Um den Überblick behalten zu können, musste erst die CDU/FDP Fraktion auf die Einführung eines Kostenmonitors beharren. Dieser soll neben den ursprünglich geplanten Kosten, auch alle Mehraufwendungen und Zusatzausgaben aufzeigen. „Es scheint, als ob die Verwaltung selbst den Überblick verloren hat, bei welchem Projekt wann und wo Probleme auftauchen und was sie kosten. Von einer vorausschauenden Planung, einem Kostenmanagement oder gar einem frühzeitigen Eingreifen ist man weit entfernt“, so André Knapp, Fraktionsvorsitzender der CDU/FDP. 

 

Das Informationen nur scheibchenweise nach Außen getragen werden, habe Methode, ist sich auch Tobias Uske, Stadtrat der CDU sicher. Sei ein Projekt erst einmal grundsätzlich bewilligt, könne der Stadtrat die Nachfinanzierung von angeblich unerwarteten Zusatzausgaben kaum mehr ablehnen. „Zusätzliche Aufwendungen für den Brandschutz, welche in bisherigen Planungen nicht berücksichtigt wurden – wohlgemerkt beim Feuerwehrgerätehaus in Goldlauter – stünden nur exemplarisch für dieses Problem“, so Uske weiter.  André Knapp fordert, dass nicht nur die Planung und die Kontrolle von Bauprojekten grundsätzlich verbessert werden.  Vielmehr müsse die Informationspolitik deutlich verbessert werden, nur das schaffe Transparenz und Vertrauen. „Als CDU/FDP Fraktion erwarten wir zumindest die Einführung eines rudimentären Kostenmanagements. Gerade in Zeiten stark steigender Baukosten sind wir das den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt schuldig“, so Knapp. Und weiter: „Die Dokumentation des Baufortschritts und die Einhaltung der Kosten werden wir eng begleiten und die Suhlerinnen und Suhler darüber laufend informieren.“