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Paradies auf Erden?

Tobias Uske CDU, Infrastruktur, Kommunales

Suhl. Der Traum von einem Paradies ist so alt wie die Menschheit: Flüsse aus Milch und Honig in Gärten voller Früchte umgeben von wunderbarer Natur. Vielleicht kann man diesem Ideal ein Stück weit auch in Südthüringen entgegen kommen. Zwar ohne Milch und Honig, jedoch mit verbesserter Infrastruktur, dem Verbinden von Natur, Stadt, Land und Tourismus. Diesem Ziel hatte sich die CDU in Suhl bereits im Kommunalwahlkampf 2019 verschrieben. „Wir möchten, dass Suhl, Zella—Mehlis, vielleicht auch Schleusingen und Oberhof gemeinsam eine interkommunale Landesgartenschau 2028 ausrichten“, so Thorsten Perlich, Stadtrat in Suhl. Für das Jahr 2028 beginnen die Planungen auf Seiten des Landes bereits im Mai dieses Jahres. Interessierte Städte können ihre Bewerbung dann einreichen.

Ein erstes Treffen mit Oberbürgermeister Knapp, Bürgermeister Rossel und Vertretern der Fördergesellschaft für Landesgartenschauen Hessen-Thüringen fand hierzu am 21.02.2020 im Suhler Rathaus statt.  Das Unterfangen ist komplex, erfordert Investitionen und eine intensive Zusammenarbeit aller Beteiligten – es ist eine Herausforderung. „Und genau deswegen ist es richtig, sich zu bewerben“, so Tobias Uske, Fraktionsvize. „Industriebrachen als rekultivierten Erholungsraum umnutzen, Stadtgärten öffnen und mittels Fahrrad- und Fußwegen zwischen den Städten verbinden, mit Begrünung und dem Zusammenführen von Wald und Parkland die Kohlenstoffdioxid-Bilanz und das Stadtklima verbessern. Warum nicht auch die Idee eines kleinen Sees in der Suhler Schweiz prüfen?“ Was noch vor Jahren als Aprilscherz daher kam oder als nicht notwendiger Luxus galt, könnte in abgewandelter Form in Projekten entworfen und innerhalb der Landesgartenschau realisiert werden. Ideen gibt es viele. Deswegen sollen die Bürgerinnen und Bürger der beteiligten Städte eingebunden und befragt werden. „Der Austausch und das gemeinsame Entwickeln eines großen und komplexen Projektes wie einer Landesgartenschau bringt die Menschen unserer Städte zueinander, es stärkt die Gemeinschaft, steigert unseren Bekanntheitsgrad  und hilft letztlich dem Tourismus, dem Gastgewerbe und den Händlern“, so Knapp, Oberbürgermeister von Suhl.  

Ein solches Projekt kann auch als Auftakt für das Südthüringer Oberzentrum mit den Städten Suhl, Zella-Mehlis, Schleusingen und Oberhof genutzt werden.

Noch gibt es viele Hürden. Doch allein die gemeinsame Planung, der Wille durch intensive Zusammenarbeit unsere Region bekannter und lebenswerter zu machen;  allein schon der Weg zu einem solchen interkommunalen Großprojekt bringt die Menschen dieser Region einander näher – und das ist auch ein stückweit Paradies auf Erden.