Pressemitteilung Zeitenwende auch in Suhl

Lars Jähne Aussenpolitik, CDU, Europa, Menschen, Verteidigung

PM Zeitenwende auch in Suhl
Suhl. Friedensdemonstrationen, Hilfsbekundungen und Aufrufe gegen den Krieg – all das ist wichtiger und aktueller denn je. Gerade angesichts des aktuellen Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine.
Die von Bundeskanzler Scholz ausgerufene Zeitenwende sollte nun auch in den Köpfen hier in Südthüringen ankommen. Dazu gehört auch die Erkenntnis, dass es nur einen braucht, der den Krieg will, um den Frieden zu gefährden. Das Worte, Argumente, selbst Handel und Einbindung nicht ausreichten, um einen Aggressor zu stoppen, kennt man seit dem Münchner Abkommen 1938. Erst militärisches Eingreifen der ganzen Welt beendete den Kriegsterror der Nazis. Erneuert wurde die Erkenntnis, das Appeasement untauglich ist durch den Angriffskrieg Putins. 
Frieden ist wichtig. Frieden braucht aber Wehrhaftigkeit, damit der eine, der Krieg will, gar nicht erst auf die Idee kommt, diesen auch nur in Erwägung zu ziehen. Wehrhaft ist man nicht nur mit Worten, sondern insbesondere durch glaubhafte Abschreckung. Das heißt innenpolitisch durch Polizei und Verfassungsschutz und nach außen das Militär und dessen Waffen.  
So bitter diese Erkenntnis ist, so offensichtlich ist sie aber auch. Ohne Sicherheit, ohne eine Armee und ohne Waffen ist man wehrlos. In der Ukraine braucht es derzeit keine Sozialarbeiter, keine Sozialprogramme und keine warmen Worte. Sie haben wehrhafte Männer und Frauen und den starken Willen, ihr eigenes Leben und ihre Freiheit zu verteidigen. Hierfür bitten sie um Hilfe inklusive Waffen, um den Aggressor zurückdrängen. Wir sollten sie ihnen geben, so wie es die USA, Großbritannien und die Osteuropäer tun. 
So können die Millionen Vertriebenen Hoffnung schöpfen und im besten Fall zurück in eine Heimat kehren. Bis dahin ist es notwendig und menschlich, den Ukrainern auch hier Unterkunft und Schutz zu geben. Die Hilfsbereitschaft von Suhlerinnen und Suhlern gegenüber Ukrainern zeigte sich in den letzten Wochen bei Spendenaktionen und Aufnahmen in private Unterkünfte. Genau dies wurde auf der österlichen Friedensdemo durch einen Vertreter von Fridays for Future in Suhl als erschreckend und rassistisch bezeichnet, weil man eben Ukrainern und nicht den „Richtigen“ geholfen habe. Solche Aussagen sind schwer erträglich. 
„Ja, offenbar machen die Bürger Unterschiede zwischen ukrainische Familien, Kindern und Alten auf der einen und meist männlichen jungen Erwachsenen aus den Maghreb Staaten auf der anderen Seite. Mit Blick auf die tausendfachen sexuellen Übergriffe zur Silvesternacht in Köln 2015, auf die Ausschreitungen auf dem Suhler Friedberg nach einem Koranvorfall oder die Unruhen in den Vororten von Malmö, ist das durchaus nachvollziehbar“, so André Knapp, neuer Vorsitzender der CDU in Suhl. Das Konzept der kulturellen Nähe ist in der Soziologie und der Psychologie weit verbreitetet. Und es entwertet die Hilfe für die Ukrainer nicht. Es hilft beim Verstehen, warum die aktuelle Hilfe erfolgt, wie sie erfolgt. Vielleicht sollte Fridays for Future ihre Nähe zur Wissenschaft nicht nur dann nutzen, wenn es der eigenen Gedankenwelt entspricht, so Knapp abschließend.