Stadtratsbeschluss zum Verkauf der Suhler Aktien an der E.ON Thüringer Energie AG vom 19.12.2012

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Aufgrund des noch laufenden Verfahrens rund um den Erwerb der  Anteilsmehrheit an der E.ON Thüringer Energie AG durch den Kommunalen Energiezweckverband Thüringen (KET) möchte sich die Suhler CDU mit Kommentierungen weitestgehend zurück halten. In den Medien wird gegenwärtig viel spekuliert und teilweise falsch berichtet. So stellte vor einigen Tagen der Oberbürgermeister der Stadt Suhl, Dr. Jens Triebel, im Freien Wort richtig fest, dass es sich bei dem potenziellen Käufer der Suhler Anteile nicht um den KET handelt und bat um Verständnis dafür, dass zwischen den Vetragspartnern Stillschweigen vereinbart wurde.
 
Für die Entscheidung der Landesregierung, die sich mehr Zeit für eine sach- und fachgerechte Prüfung u.a. des Wertgutachtens der E.ON Thüringer Energie AG erbeten hat, zeigt die Suhler CDU Verständnis. Auch für Suhl sollte in Zukunft das Gleiche gelten wie für den Freistaat: Gründlichkeit vor Schnelligkeit. Geht es doch hier um ein bedeutendes Vermögen unserer Stadt und den verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit diesem.
 
Durch den klugen Einsatz des Verkaufserlöses für die Entschuldung unserer Stadt und ihrer Gesellschaften, haben wir die Chance, denen, die nach uns kommen, eine handlungsfähige Stadt zu hinterlassen und können somit unserer Verantwortung nachhaltig gerecht werden.
 
Ich möchte mich auch ausdrücklich bei den Verantwortlichen der Nach-Wendezeit um 1991/92 dafür bedanken, dass sie eine mutige und richtige Entscheidung getroffen haben, als sie sich entgegen einer Mehrzahl der Thüringer Kommunen nicht nur gegen den Verkauf ihrer Anteile entschieden, sondern diese durch weitere Anteilskäufe auch noch auszubauen vermochten. Diese Entscheidung der damals verantwortlichen Stadträte um den damaligen Oberbürgermeister, Dr. Martin Kummer, macht die Investition bis zum heutigen Tage zu einer der erfolgreichsten kommunalpolitischen Investments in der jüngeren Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.
 
Auch am 19.12.2012 entschieden sich die Suhler Stadträte mit einem guten Gefühl gegen den Thüringer Trend, als sie dem Anteilsverkauf zustimmten.
 
Marcus Kalkhake