Streit um Schulessen kocht über

Lars Jähne blog.cdu-suhl, CDU, Ernährung, Gesundheit, Kinder und Jugend

„Ein Jahr länger Sodexoessen macht die Kinder nicht krank“, erklärte Bürgermeister Lamprecht. Mit dieser Einstellung will sich die Suhler CDU nicht abfinden und meint, dass sich das Rathaus bei diesem Thema besser raushalten sollte.

Wie am Mittwochabend auf der Stadtratssitzung bekannt wurde, hat die Stadtverwaltung den Vertrag mit dem bisherigen Schulessenanbieter Sodexo um ein weiteres Jahr verlängert. Das dieses Vorgehen der Stadtverwaltung rechtens war bezweifelt Stadtrat Marcus Kalkhake jedoch. „Wir werden das von der Rechtsaufsicht prüfen lassen“, sagte er. Nach eigenen Recherchen ist es im Land sogar der Wunsch des Gesetzgebers, dass die Schulelternkonferenzen dieses Thema selber entscheiden.

In den Nachbarlandkreisen und anderen Regionen Thüringens von Apolda über Bad Salzungen bis in den Kreis Schmalkalden-Meiningen ist es bereits gängige Praxis. Lediglich die Suhler Stadtverwaltung plant hierfür eine aufwendige Ausschreibung.

Die Stadtverwaltung macht sich mit diesem Vorgehen mehr Arbeit als nötig und zieht damit sogar noch den Unmut vieler Eltern auf sich.

Könnte jede Schule in Eigenverantwortung nach einen Essenlieferanten suchen, wären die Portionszahlen in einer Größenordnung, welche keiner Ausschreibung bedürfe und mit etwas Engagement könnten schon für das kommende Schuljahr neue Anbieter für die Schulspeisungen verpflichtet werden.

 

Florian Kästner