Verfahrensweise zum Thema Schulessen ist eine Farce!

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Nachdem zu Beginn diesen Jahres der bisherige Versorger „Sodexo“ den Vertrag mit der Stadt zur Schulessenversorgung kündigte und seinen Rückzug aus Suhl erklärte, sprachen sich alle Elternvertreter und Schulen unserer Stadt für eine Neuvergabe/Ausschreibung der Leistungen an einen anderen Anbieter aus.

Weiterhin gab es Bereitschaftserklärungen von Anbietern aus der Region, diese Leistungen zukünftig erbringen zu wollen.

Aufgrund vorherrschender Unkenntnis auf Seiten der Schulen, Eltern und auch der Stadträte, stellte unsere Fraktion in der letzten Stadtratssitzung eine öffentliche Anfrage an den zuständigen Bürgermeister. Dieser gab hieraufhin bekannt, dass aufgrund zeitaufwendiger Ausschreibungsvorbereitungen und Abstimmungsbedarf mit den Betroffenen eine rechtzeitige Neuvergabe der Leistungen zum neuen Schuljahr gefährdet wäre. Daher habe man den Vertrag mit Sodexo um ein weiteres Jahr verlängert.

 

Dies bedeutet praktisch, dass Sodexo das Suhler Schulessen am frühen morgen in Unterwellenborn zubereitet, anschließend die ca. 80 km nach Suhl transportiert und an die Schulen verteilt. Die letzten Kinder nehmen ihr Essen dann gegen 13:30 Uhr zu sich.

In welchem Zustand sich z.B. dann ein am frühen Morgen gekochtes Gemüse befindet, kann man sich selber vorstellen.

In der gestern stattgefundenen Beratung der Stadtverwaltung mit den Eltern- und Schulvertretern erklärte die städtische Seite, dass der Vertrag doch noch nicht geschlossen, aber vorbereitet sei.

Das Verständnis für diese Verfahrensweise hält sich bei uns mittlerweile nicht nur in Grenzen, sondern ist restlos einem Unverständnis gewichen.

Für die Kulturbeitragssatzung bestand eine so hohe Dringlichkeit, dass am Ende eine Sondersitzung des Stadtrates einberufen wurde.

Was unsere Kinder als Schulessen von uns erhalten, hat offensichtlich eine untergeordnete Priorität.

Die Suhler CDU wird sich damit nicht abfinden und nach der Kommunalwahl im neuen Stadtrat eine schleunigste und den berechtigten Anforderungen der Kinder entsprechende Lösung forcieren.

Wenn ohne Ausschreibung ein gekündigter Vertrag ohne Beteiligung des Stadtrates um ein Jahr Verlängerung erfahren soll, kann es auch mit Beteiligung des Stadtrates eine kurzfristige Vergabe an einen Anbieter vor Ort geben.

Keiner von uns möchte täglich lauwarmen Brei zum Mittag einnehmen, also kann dies auch keine Lösung für unsere Kinder an den Suhler Schulen sein!

 

Marcus Kalkhake

CDU-Kreisverband Suhl